Thursday, April 20, 2006

Atlas schrubbt

Eine Meldung in meiner Lokalpresse, die wohl sonst nirgends gebracht werden wird, ist dennoch ein so tiefgründiges Zeichen der Zeit, daß ich sie hier verlinke.

Zwei Schwestern, beides Lehrerinnen, haben sich kürzlich in noch jungen Jahren (34 und 27) entschieden, ihren Pädagogik-Beruf an den Nagel zu hängen und statt dessen ... zu putzen. Sie haben eine Putzfirma gegründet, sind ganz glücklich damit und haben begründete Hoffnung, bald ihr bisheriges Einkommen, das sie als Lehrer erzielten, wieder zu erwirtschaften.

Als Begründung für diesen Schritt geben sie an, daß das Benehmen der Schüler/innen immer schlimmer wird, die Schulbehörden dieses Problem nicht richtig angehen und daß sie, statt effektiv zu lehren, gehalten werden, "Planziele" ("targets") zu erreichen.

Mit anderen Worten, sie wollen nicht mehr Sklaven eines Systems sein, das von ihnen Dinge verlangt, ohne ihnen die dazu nötigen Mittel und Freiheiten zu geben.

Lieber wollen sie daher echten Schmutz in Angriff zu nehmen, wo noch Handlungsfreiheit erlaubt ist, statt mit untauglichen Mitteln (verrückten Lehrplänen, "politsch korrekten" Umgang mit jungen Menschen) den "Schmutz" zu Bekämpfen, der sich in den Schulen täglich immer mehr in Form von un- oder schlecht erzogenen Jugendlichen breitmacht.

Atlas shrugged ... und schrubbt.